Die Mathematik wird vor allem als Grundlage für die Naturwissenschaften wahrgenommen. Darin liegt sicher ihre größte Leistung, und niemand kann dies besser ausdrücken als der bedeutende Mathematiker David Hilbert (1862-1943) in dieser Rede aus dem Jahr 1930 (Text). Die folgenden Audio-Beiträge sollen aber exemplarisch zeigen, dass Mathematik mehr ist und kann. Denn immer wieder findet auch neuere mathematische Forschung an unerwarteten Stellen solche Anwendungen, die ohne moderne Mathematik überhaupt nicht denkbar wären.
(Produziert in Zusammenarbeit mit dem Uniradio Freiburg echo-fm 88,4 von Thomas Fossler, Nadine Grambauer, Fabian Hohnloser, Frank Keller, Marlen Kühl, Johannes Lorenz, Sarah Marzi, Johanna Mengersen, Katharina Patzner, Wibke Seeger, Paul Staab, Bettina Urban, Ansgar Wasmer, unter der Leitung von Dipl.-Päd. Manuel Devant, Prof.Dr. Bernd Siebert, Dipl.-Math. Christian Thier. Sprecher: Nadine Grambauer, Sarah Marzi, Erich Wittenberg.)
Das öffentliche Bild der Mathematik wird wesentlich von der Schulerfahrung geprägt. Der Schulunterricht mit dem notwendigen Fokus auf der Erlernung von Grundfertigkeiten ist aber wenig geeignet, die wahre Bedeutung der Mathematik in unserer hochtechnisierten Welt zu vermitteln. Die interessanteren Anwendungen führen oft weit über den Schulstoff hinaus, oder sie benötigen zuviel Wissen aus anderen Bereichen. Was liegt also näher für forschende Mathematiker im Jahr der Mathematik, als eine Vortragsreihe direkt an den Schulen anzubieten? Die Vorträge richten sich an Schüler der Oberstufe und soll gerade auch diejenigen ansprechen, die mit Mathematik nicht viel anfangen können.
Teilnehmende Schulen: Gymnasium Kenzingen, Geschwister-Scholl-Gymnasium Waldkirch, Berthold-Gymnasium Freiburg, Goethe-Gymnasium Freiburg, Kepler-Gymnasium Freiburg, Kolping Kolleg Freiburg, Walter Eucken Gymnasium Freiburg, Wentzinger Gymnasium Freiburg, Freie Waldorfschule Markgräflerland Müllheim, Freie Evangelische Schule Lörrach, Hans-Thoma-Schule Lörrach, Hebel Gymnasium Lörrach, Mathilde-Planck-Schule Biotechnologisches Gymnasium Lörrach, Kaufmännische Berufsschule Lörrach, Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim, Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg, Oken-Gymnasium Offenburg, Integriertes Berufliches Gymnasium Lahr, Leibniz-Gymnasium Rottweil, Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen, Gymnasium Gosheim-Wehingen, Gymnasium Spaichingen, Gymnasium Trossingen, Gymnasium am Deutenberg Schwenningen, Hochrhein-Seminar Waldshut, Technisches Gymnasium Waldshut.
Mathematiker sind in verschiedensten Funktionen in Unternehmen tätig. In dieser Vortragsreihe des Mathematischen Instituts und des Studium Generale kommen hochkarätige Vertreter der Industrie zu Wort, die die Breite der Anwendungen in ihren Unternehmen darstellen.
Folgende Vorträge sind bisher vorgesehen:
| 30.Mai 2008 17.15 Uhr Aula, KG I |
Dr. Gerhard Rupprecht (Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG, München) | "Mathematik in der Praxis: Anwendungsbeispiele aus der Assekuranz" |
Weitere Informationen finden Sie in der Ankündigung des Studium Generale.
Der Mathematikunterricht erregt seit jeher die Gemüter. Doch was haben die Reformbemühungen der letzten Jahre gebracht? Und gehen die Bemühungen überhaupt in die richtige Richtung? Auf dem Podium: Planer, Akteure und Beobachter des Mathematikunterrichts. Termin: 18.Juli 2008, Ort: Hörsaal Rundbau, Institutsviertel, Albertstr.21 (Gebäude 28 auf dem Lageplan).
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Im November 2008 zeigen wir Filme des MathFilm-Festivals 2008. (In Zusammenarbeit mit dem aka-Filmclub in einer extra Reihe "Zum Jahr der Mathematik 2008".) |
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Vorausichtlich im Juni werden Freiburger Studentinnen und Studenten der Mathematik als "Straßenmathematiker" auftreten. Mit einer tragbaren Tafel ausgerüstet werden sie in der Freiburger Fußgängerzone mathematische Kabinettstücke zum Besten geben. Wird der mathematische Funken überspringen oder wird sich das Publikum gelangweilt abwenden? Man darf gespannt sein! (Eine Aktion der Fachschaft Mathematik.)
Das Wissenschaftsjahr wird begleitet durch eine schwimmende Ausstellung auf dem Binnenschiff MS Wissenschaft. Das Mathematische Institut beteiligt sich daran mit einer Reihe von Kaleidoskopen. Neben klassischen Kaleidoskopen, die auf ebenen Spiegelungsgruppen beruhen, stellen wir auch ein dreidimensionales Kaleidoskop. Wir danken den Werkstätten des Physikalischen Instituts für die ausgezeichnete Ausführung!
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